Basische Ernährung
Aus dem Vortrag: Gesundheit durch Entschlackung
von
Peter Jentschura
Wir erkennen den Stoffwechsel unseres Körpers und die intakte
Funktion unseres Säure-Basen-Haushaltes als das materielle Fundament
unseres Lebens und sind jetzt sehr wohl in der Lage zu definieren, was
Gesundheit ist. Gesundheit ist auf der Basis dieses Verständnisses die
Schlackenfreiheit, die Säure- und Giftfreiheit unserer Zellen, Gewebe
und Membranen bei gleichzeitig wohlgefüllten Mineralstoffdepots.
Diese Depots sind unsere Haare und unser Haarboden, unsere Nägel und
unsere Haut. Diese Basendepots sind unsere Knochen und Gefäße, unsere
Knorpel, Kapseln und Sehnen, aber auch unser Blut.
Diese Mineralstoffdepots sind die Säulen unserer Gesundheit und auch
unserer körperlichen Schönheit. Diese Säulen halten bekanntlich bei dem
weiblichen Geschlecht im Durchschnitt zwölf Jahre länger als bei den
Männern. Der Grund ist ein so logischer wie einleuchtender. Die Frau
hat mit ihren regelmäßigen Blutungen jahrzehntelang das Gottesgeschenk
einer monatlichen Entschlackung.
Das hat der Mann nicht. Er muss mit seinen Säuren und Giften selbst
fertig werden. Die häufigste Folge schon in jungen Jahren
ist Haarausfall aufgrund einer Entkalzinierung des Haarbodens zwecks
Säureneutralisierung. Ohne Regelblutung hätten unsere "modernen" jungen
Frauen die gleichen Probleme mit ihrem Haarwuchs!!
Wir erkennen das Wesen der modernen Zivilisationskrankheiten als
Verschlackungen und Vergiftungen unserer Zellen und Gewebe bei
gleichzeitigen Mangelzuständen wegen fortwährender Entnahme von
Spurenelementen und Mineralstoffen des Körpers zwecks Säure- und
Giftneutralisierung.
Mit einer kontinuierlichen Lösung der uns vergiftenden Schlacken, mit
der Ausscheidung und Ausschwemmung dieser gelösten Salze und mit einer
kontinuierlichen Schonung und Wiederauffüllung unserer geleerten
Mineralstoffdepots können wir eine sinnvolle Gesundheitsvorsorge
betreiben.
Je nachdem wie hoch der Schlackenpegel steigt, äußern sich
die unterschiedlichsten Mißbefindlichkeiten oder später Krankheiten.
Bei der Füllung der Fettgewebe kommt es zu Mißbefindlichkeiten wie
Abgeschlagenheit oder Unlust.
Sind die Bindegewebe als nächstes vollgelaufen, treten im subjektiven
Wohlbefinden schon merklichere Störungen auf wie Kopfschmerzen,
Migräne, belegte Mandeln o. a.
So richtig merkt der Mensch aber erst, dass etwas nicht mehr stimmt,
wenn die Schlacken in seinen Muskeln deponiert werden und es dann zu
Muskelverspannungen, Wadenkrämpfen, zu Rheume oder Gicht kommt.
Hält unser Zeitgenosse in seinem säurelastigen Lebenswandel immer noch
nicht inne, dann ist der Körper gezwungen, die Gefäßwände zu
entkalzinieren zwecks Bildung neutraler Kalziumsalze.
Bei den Kindern holt der Körper sich das Kalzium erst einmal aus den
Zähnen. Er weiß ja, dass hier noch einmal eine neue Garnitur
nachwächst. Insofern ist die Karies bei den Kindern natürlich kein
Angriff von außen, sondern eine Entkalzinierung von innen, eine solche
des Mineralstoffdepots namens "Zahn" zwecks Säureneutralisierung.
Beim älteren Menschen haben wir diese Entkalzinierung dann
direkt aus den Knochen. Und dann nennt sich diese Entkalzinierung
Osteoporose. Die Zähne sind den Menschen ja bis zu ihrem 50. Lebensjahr
mittlerweile fast alle ausgefallen. Nur zu verständlich! Nach ihrem
Verlust muss der Knochen als Mineralstofflieferant herhalten. Ist es
erst einmal soweit, dass auch die Gefäßwände als Kalzium- und sonstiger
Mineralstofflieferant fungieren müssen, dann ist der Körper zu einer
übermäßigen Produktion von Cholesterin gezwungen. Das ist überhaupt
keine sinnlose oder schädliche, sondern vielmehr eine sehr sinnvolle
Reaktion mit dem Ziel, die "Kalzium- bzw. Mineralstofflöcher" in den
Gefäßen mit Cholesterin abzudichten. Angezeigt ist in diesem Stadium
der Verschlackung bzw. bei einem derartigen Pegelstand der Schlacken,
Gifte und Säuren nicht die mutwillige Senkung des Cholesterinspiegels
sondern eine Senkung des Säurepegels bei gleichzeitig drastischer
Zufuhr geeigneter Mineralstoffe und Spurenelemente bzw. geeigneter
Nahrungsergänzungsmittel.
Mit sinkendem Schlackenpegel wird die Kalzium- und Mineralstoffentnahme
aus den Gefäßen überflüssig, und die sinnvoll erhöhte
Cholesterinproduktion wird so überflüssig wie bald eingestellt werden.
Hält der zivilisatorische Genussmensch unserer Zeit mit seinem "sauren"
Lebenswandel jedoch nicht inne, werden ihm die Schlacken sehr bald in
den Organen abgelagert. Auf die Schäden an Leber, Bauchspeicheldrüse,
Nieren, Darm usw. darf mit Sicherheit gewartet werden.
Als letztes greift der Körper nächst den Organen zu seinen "Zentralen"
als Mülldeponien. Dann haben wir die beklagenswerten
Gehörstürze, Herzinfarkte und Schlaganfälle, nichts anderes
als Säureattacken oder Verschlackungen der Kopforgane und des Herzens.
Wenn Sie also jemals gezwungen sein sollten, bei einem Herzanfall oder
Schlaganfall Erste Hilfe zu leisten, dann reiben Sie den ganzen nackten
Körper des Betroffenen mit Natronwasser oder der Lösung eines basischen
Badesalzes kräftig ab, und geben Sie Natronwasser zu trinken. Sie
können für diesen Menschen nichts Sinnvolleres tun!
Wir haben gesehen, wie der Körper die Verschlackung
hierarchisch ansteigend betreibt, beginnend mit den "überflüssigen"
Fettgeweben über die Bindegewebe und Muskeln, über Knorpel
und Kapseln bis in die Gefäße, bis in die Organe und sogar bis in die
Zentralen der Herzen und Gehirne hinein.
Der Gang der Entschlackung geht logischerweise diese Hierarchie
abwärts. Sehr sinnvoll räumt der Körper zuerst die wichtigsten Organe
auf.
Aus dem Buch: Gesundheit durch Entschlackung
von
Peter Jentschura und
Josef Lohkämper
Die Lunge reguliert im Säuren-Basen-Haushalt durch Abatmen den
Anteil der Kohlensäure. Deshalb ist eine bewusste Ausatmung wichtig,
die
durch Atemübungen unterstützt werden sollte. Hierin liegt die besondere
Bedeutung verschiedenster Atemtechniken. S.
30
Besonders betroffen von einer möglichen Entgleisung des
Säuren-Basen-Haushaltes ist unser wichtigstes Organ, das Herz. Es ist
ein überaus kräftiger Muskel, der natürlich für seine ständige Arbeit
sehr viel Energie verbraucht. Also ist eine hohe Stoffwechselumsetzung
notwendig.
Die dabei entstehenden Kohlensäuren und Milchsäuren müssen
abtransportiert werden. Ist aber das Transportmittel Blut in seinem
Säurefassungsvermögen erschöpft, so kann es zu einem Rückstau von
Säuren auch
im Herzmuskel kommen. Die schlimmste mögliche Folge davon ist der
Herzinfarkt. S. 31
Natriumbicarbonat, oder volkstümlich Natron, ist eine chemische
Verbindung, die in bestimmten Magenzellen aus Kochsalz, Kohlensäure
und Wasser gebildet wird. Dabei entsteht zusätzlich aus chemischen
Gleichgewichtsgründen die Salzsäure... Sind im Herzen Schmerzen
aufgetreten, die wir jetzt als Übersäuerungsschmerzen deuten
können, so brauchen wir in der Naturheilkunde beispielsweise dieses
Natriumbicarbonat, um rasch Säuren abpuffern zu können. Es kann
geschluckt werden, am besten als Tablette oder Pulver, als Basentrunk
in
Wasser aufgelöst. Als schnell hilfreich haben sich auch basische Wickel
und Waschungen und basische Bäder erwiesen. S.
31
Wasser ist das wichtigste Lösungsmittel für die Körperstoffe, die nur
im gelösten Zustand die notwendigen chemischen Umsetzungen
miteinander eingehen. Stoffwechselreaktionen sind für den Chemiker
typische "Reaktionen in wässriger Lösung". Deshalb ist bei
Stoffwechselprozessen
grundsätzlich eine Abhängigkeit des Reaktionsablaufes vom pH-Wert
(Potentia Hydrogenii = Wirksamkeit des Wasserstoffs) zu unterstellen.
S. 34
Die Stärke einer Säure hängt von der Wasserstoffionenkonzentration (H
plus-Ionen) und die Stärke einer Base von der
Hydroxyl-Ionenkonzentration (OH minus-Ionen) ab. Reines Wasser enthält
gleichviel Wasserstoff-
und Hydroxyl-Ionen. Daher liegt ein ausgeglichener Zustand vor. Das
Wasser
ist chemisch und energetisch neutral. S. 34
Wasser ist das natürliche Lösungsmittel für den menschlichen
Stoffwechsel. S. 37
Der gesunde Körper scheidet die überschüssigen Säuren über die Nieren
und Lungen, auch über die Haut, aus. Auf diese Weise wird ein
Säure-Basen-Gleichgewicht mit dem schwach basischen
und möglichst konstanten pH-Wert des Blutes von 7,35 beibehalten.
Dieser Vorgang wird durch eine basenüberschüssige, besser gesagt
mineralstoffüberschüssige Ernährungsweise unterstützt. ... Je mehr
Säuren in den Blutstrom gelangen, umso mehr werden die basenbildenden
Mineralstoffbestände
zwecks Neutralisierung via Salzbildung im Körper abgebaut. In erster
Linie wird zum Abpuffern das Kalzium dem Gewebe und den Knochen, auch
dem
Haarboden, entzogen. S. 40
Die harntreibende Wirkung all der Säuren bewirkt, dass die Nieren
zuviel Wasser ausscheiden. Gleichzeitig werden lebenswichtige
Basenbildner wie Kalzium, Natrium und Kalium mit ausgeschwemmt. Gerade
diese Mineralien jedoch werden für die Neutralisierung von Säuren und
für
den Zellaufbau dringend benötigt. Übersäuerte und verschlackte Zellen
werden strukturstarr. Die erstarrten roten Blutkörperchen, die
Erythrozyten, verlieren ihre Verformbarkeit, und die Fließfähigkeit des
Blutes wird schlechter. Die Durchblutungsstörungen nehmen zu, weil die
Erythrozyten die feinen Kapillargefäße nicht mehr passieren können.
Auch können die erstarrten Blutkörperchen nicht mehr ausreichend
Sauerstoff aufnehmen. S. 42
Der Selbstheilungsprozess des Körpers versucht immer, einen
Säureüberschuss durch Salzbildung = Mineralstoffraub zu neutralisieren,
indem zuerst Knochen, Nägel, Zähne und Haarboden entkalkt bzw.
entmineralisiert werden. S. 43
Azidotisches Blut bindet Kalzium spontan. Da der zu
Neutralisationszwecken notwendige Kalziumabbau aus den Knochenspeichern
nur sehr langsam erfolgt, jedoch eine Blutübersäuerung zum sofortigen
Tode führen
würde, müssen näher liegende und sofort zur Verfügung
stehende Kalziumspeicher angezapft werden. Die sind u. a. die Wandungen
der Blutgefäße! ... Anstelle des herausgelösten Kalziums
wird das permanent vorhandene Cholesterin eingebaut... Je mehr Säuren
in unserem Stoffwechsel vorliegen, desto stärker ist der Kalziumraub
aus den Gefäßwänden. Logischerweise muss der Körper
jetzt reichlich Cholesterin als Ersatz für das verlorene Kalzium bzw.
zum Schutz der Gefäßwände bereitstellen. Die logische und
sinnvoll notwendige Folge ist der sog. "zu hohe Cholesterinspiegel".
...
Der richtige Weg geht über die Entsäuerung unseres Organismus!
S. 43
Zurück zu dem pH-Wert des Morgenurins. Optimal wäre natürlich ein
pH-Wert von ca. 7,35, derjenige des Blutes. Ein solcher würde
bedeuten, dass dieser Stoffwechsel, was den Säuren-Basen-Haushalt
angeht, absolut gesund ist und weder überschüssige Säuren
noch Basen auszuscheiden hat. Nachdem jedoch aus eigenem Zellverfall
Harnsäure
anfällt, aus der Muskeltätigkeit Milchsäure, auch Kohlensäure,
ist ein pH-Wert von 7,0 bis 6,5 noch als optimal anzusehen.
Liegt der pH-Wert im sauren Bereich, liegen überschüssige Säuren bzw.
"saure" Salze vor. Dann muss natürlich entsäuert werden.
Diese Entsäuerung kann jeder selbst vornehmen, indem er sich
basenüberschüssig, d. h. mineralstoffüberschüssig bzw. basenbildend,
ernährt mit entsprechendem Essen und Trinken und mit entsprechender
Nahrungsergänzung. Natürlich gehört auch basische Körperpflege, die
gleichfalls zur Mineralisierung und Entsäuerung ihren Beitrag leistet,
dazu und das regelmäßige Trinken von reinem Wasser. S.
47
Die Kausalkette heißt immer: Ursache - Notlage - Symptom. Es
gilt, die Symptome in ihren Heilungsabsichten zu verstehen.
S.
61
Krankheit ist immer ein Gleichgewichtsverlust, beispielsweise ein
solcher der chemischen Balance mit einer Entgleisung des
Säure-Basen-Gleichgewichtes. S. 62